
Dirigent: Kristiina Poska
István Várdai, Violoncello
Moderation: Sabine Fallenstein
Peter Tschaikowsky
Variationen über ein Rokoko-Thema
für Violoncello und Orchester op. 33
Joseph Haydn
Sinfonie Nr. 60 C-dur („Il distratto“)
Das 6. und letzte Konzert der laufenden Konzertsaison 2011/12 der erfolgreichen Reihe „À la carte“ findet am Donnerstag, 24. Mai 2012 von 13.00 Uhr bis 14.00 Uhr im SWR Studio Kaiserslautern statt. Die Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern spielt Tschaikowskys Variationen über ein Rokoko-Thema und die Sinfonie Nr. 60 „Il distratto“ von Joseph Haydn. Am Pult steht diesmal die junge erfolgversprechende estnische Dirigentin Kristiina Poska. Poska studierte in Tallin und Berlin bei Prof. Jirka und Prof. Christian Ehwald. Im August 2012 wird sie neue Kapellmeisterin der Komischen Oper Berlin.
Die auf dem Programm stehenden Rokoko-Variationen sind als Huldigung an Mozart gedacht. Tschaikowsky widmete das 1876 entstandene Werk dem deutschen Cellisten Wilhelm Fritzenhagen. Franz Liszt, der die Wiesbadener Uraufführung miterlebte, schrieb Tschaikowsky darüber: „Das ist doch endlich mal wieder einmal Musik“. Die Variationen fordern dem Instrumentalsolisten sehr großes virtuoses Können ab. Genau richtig für den jungen Cellisten István Várdai (*1985), der aus einer Musikerfamilie aus dem ungarischen Pécs stammt. Várdai studierte an der Franz Liszt Musikakademie Budapest und seit 2005 in Wien bei Prof. Reinhard Latzko. Er konzertierte im In- und Ausland. Wichtige Auftritte waren u.a. London mit dem National Musician Symphony Orchestra, sowie Budapest und Frankfurt mit einem Solorecital mit dem Pianisten Balázs Fülei während der Ungarischen Kulturtage. 2010 wurde ihm während der Cello Meisterkurse der Kronberg Academy für zwei Jahre das Boris Pergamenschikow Stipendium zugesprochen. Er spielt ein Cello von Pietro Mantegazza, Mailand 1765 aus dem Instrumentenfond der Kronberg Academy.
Die Sinfonie Nr. 60 von Joseph Haydn mit dem Beinamen „Il distratto“(„Der Zerstreute“) ist keine Sinfonie im klassischen Sinne, sondern eine lose Folge von einer Ouvertüre und fünf weiteren Sätzen, die zur Untermalung eines zeitgenössischen komischen Theaterstücks komponiert wurden: „Der Zerstreute“ von Jean-François Regnard wurde 1774 am Hofe von Schloss Esterházy aufgeführt. Das Stück handelt von einem zerstreuten Charakter mit dem Namen Leandre, der es z. B. schafft morgens seinen Diener anstatt sich selbst anzuziehen und beinahe seine eigene Hochzeit vergisst. In Haydns Musik spiegelt sich dies in unerwarteten Stimmungswechseln und einigen musikalischen Scherzen wieder, wie z.B. die energischen Tonwiederholungen und „Stolperfiguren“ des 2. Satzes. Im 6. Satz „bemerken“ die Violinen, dass die Instrumente sich verstimmt haben und stimmen mitten im Satz nach! So war auch die Uraufführung 1774 ein großer Erfolg. Joseph Haydn schrieb 1803 an einen Freund, der noch in esterházyschen Diensten stand, „seye so gütig, mir bey allererster gelegenheit die alte Sinfonie (genannt DIE ZERSTREUTE) herauf zu schicken, indem Ihro Majestät die Kayserin den alten Schmarn zu hören ein verlangen trägt ...“.
Das Konzert „À la carte“ wird wie immer live von 13 bis 14 Uhr auf SWR2 und SR2 KulturRadio übertragen und wird moderiert von Sabine Fallenstein. Die Westpfalz-Werkstätten bieten vor dem Konzert um 12.00 Uhr in der SWR-Kantine eine Auswahl an leichten Mittagsgerichten - Tischwein und Mineralwasser inklusive. Bitte reservieren Sie Ihr Essen direkt beim Kauf der Konzertkarte.
SENDETERMIN | Live im SWR2 Mittagskonzert und in der SR 2 Mittagsmusik
Tickets | Tourist-Information Kaiserslautern | Tel. 0631 / 365 23 17 | Tickets online bestellen bei www.ticket-online.de