
Die Einspielung der Cellokonzerte von Bohuslav Martinu, Paul Hindemith und Arthur Honegger mit dem Cellisten Johannes Moser und der Deutschen Radio Philharmonie unter ihrem ehemaligen Chefdirigenten Christoph Poppen, ist von den Juroren vom „Preis der Deutschen Schallplattenkritik“ auf die „Bestenliste 2/11“ gesetzt worden. Die Einspielung der selten zu hörenden Werke für Cello und Orchester aus den 1930er Jahren wurde aus insgesamt 262 Nominierungen ausgewählt. Die CD ist bei SWR music/hännsler CLASSIC erschienen und im Fachhandel erhältlich.
Die drei Komponisten Martinu, Hindemith und Honegger gehörten der gleichen Generation an, sie kannten und schätzten einander und sie alle sind musikalisch als Kinder ihrer Heimatländer erkennbar. Der Tscheche Bohuslav Martinu kultivierte zwar Neo-Barock und Jazziges, dahinter aber ist immer der böhmische Zungenschlag erkennbar; Hindemiths Cellokonzert ist dagegen von staunenswerter Kraft bei gleichzeitig raffiniert kalkuliertem Ausdruck; der französische Akzent des in Le Havre gebürtigen Schweizers Honegger trägt den Hörer auf köstlichen Melodien über eine kunstvoll gebaute Gliederung.
Der „Preis der deutschen Schallplattenkritik" e.V. ist ein unabhängiger Zusammenschluss aus rund 140 namhaften Musikkritikern, Journalisten und Musikexperten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz. Die vierteljährlich veröffentlichten Bestenlisten zeichnen herausragende CD-Neuerscheinungen aus.