Logo zur Japan-Tournee

Die Deutsche Radio Philharmonie auf Japan-Tournee

Die Deutsche Radio Philharmonie hat ihre Japan-Tournee erfolgreich beendet

Mit Mozarts „Jupiter-Sinfonie“ und Bruckners 4. Sinfonie ist die Japan-Tournee der Deutschen Radio Philharmonie in Osaka zu Ende gegangen. „Ich bin sehr stolz, das Orchester hat sehr schön gespielt“, so der 88-jährige Dirigent Stanislaw Skrowaczewski, der in Japan hoch verehrt wird und das Orchester von Fukuoka nach Ise und zu zwei Aufführungen in die Tokyo Opera City Concert Hall geführt hatte. 8.000 Zuhörer besuchten die ausverkauften Konzerte und feierten die Deutsche Radio Philharmonie euphorisch. „Das Orchester hat auf dieser Tournee in hervorragenden Konzertsälen Erfahrung, Qualität und Prestige gewonnen“, so Orchestermanager Benedikt Fohr. „Nur fünf Jahre nach der Fusion wird unser Orchester hier in Japan in eine Reihe gestellt mit anderen großen europäischen Orchestern.“

Im Kontext der Atomkatastrophe stand die Tournee unter ganz besonderen Vorzeichen. Vor allem die Reaktionen des Publikums bestätigten den Entschluss der Musiker, als erstes ARD-Orchester Japan zu bereisen. „Ich bin sehr dankbar, dass das Orchester hier ist“, so eine Konzertbesucherin in Tokio. „Mich beeindruckt nicht nur die künstlerische Qualität, auch der Mut und die Solidarität der Musiker.“

Auf dem Tourplan standen Konzerte in Fukuoka (17.10.11), Mie (18.10.11), Tokio (19. + 20.10.11) und Osaka (21.10.11). In den Konzertprogrammen sind die 4. und 9. Sinfonie von Anton Bruckner zu hören, die 4. Sinfonie von Robert Schumann, die "Unvollendete" von Schubert und die „Jupiter-Sinfonie“ von Wolfgang Amadeus Mozart.

„Die Japaner sind traditionell große Bewunderer der europäischen Musikkultur“, so Orchestermanager Benedikt Fohr. „Wir konnten bereits auf zwei Tourneen mit Stanislaw Skrowaczewski das begeisterte Publikum und die wunderbaren Konzertsäle kennenlernen. Durch die gegenwärtig äußerst schwierige Situation vor Ort bekommt diese Tournee aber noch eine andere Qualität. Unsere japanischen Partner anerkennen dieses Zeichen der engen Verbundenheit und gegenseitigen Wertschätzung unserer Länder und sehen deshalb unseren Konzerten mit besonderem Enthusiasmus entgegen.“ Die Deutsche Radio Philharmonie ist das erste ARD-Orchester, dass nach der Erdbeben- und Tsunami Katastrophe in das fernöstliche Inselreich reiste. Die Tournee ist offizieller Bestandteil der von der Deutschen Botschaft in Japan initiierten Feierlichkeiten im Rahmen von „150 Jahre Freundschaft Deutschland-Japan“.

Mit der Deutschen Radio Philharmonie verbindet Stanislaw Skrowaczewski eine intensive, respektvolle und unvergleichlich fruchtbare Zusammenarbeit– im Konzert wie im Aufnahmestudio. CD-Einspielungen des heute 88-jährigen Maestro gelten in Japan als Referenzaufnahmen. Zum Auftakt seiner Brahms-Sinfonien-Edition mit der Deutschen Radio Philharmonie ist vor wenigen Tagen die 1. Sinfonie erschienen. 2007 hat er alle vier Schumann-Sinfonien eingespielt. „Spannend-pulsierende Rhythmen, die vor Vitalität nur so strotzen“, wie ein Kritiker befand. In den Jahrzehnten der Zusammenarbeit mit der Deutschen Radio Philharmonie und ihrem Vorgängerorchester, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken, ist es Stanislaw Skrowaczewski immer wieder gelungen, seine Musiker zu Höchstleistungen herauszufordern, mit analytischer Herangehensweise und leidenschaftlicher Frische musikalische Momente entstehen zu lassen, die den Hörer tief berühren. Neben einer ganzen Reihe unterschiedlicher Werke, nahm er mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken sämtliche Bruckner-Sinfonien (oehms classics) auf, eine Einspielung, die 2002 mit dem „Cannes Classical Award“ ausgezeichnet wurde und 2003 Hauptprogrammbestandteil einer sehr erfolgreichen Japan-Tournee war. 2006 folgte die Gesamteinspielung der Beethoven-Sinfonien – ein hochgelobter Sinfoniezyklus, den das Orchester 2006 auf einer 13-tägigen Japan-Tournee präsentierte.