Meeresgrollen und Trompetenglanz

Sonntag, 1. März 2020 | 17 Uhr | Fruchthalle

 

3. „Sonntags um 5“ Kaiserslautern

Termin: 01.03.2020 17:00


Deutsche Radio Philharmonie
Ben Glassberg, Dirigent
Matilda Lloyd, Trompete
Michael Sieg, Englischhorn
Markus Brock, Moderation


Felix Mendelssohn-Bartholdy
„Die Hebriden oder die Fingalshöhle“ op. 26

Johann Nepomuk Hummel
Trompetenkonzert E-Dur

Wolfgang Amadeus Mozart
Ouvertüre zur Oper „Don Giovanni“

Johannes Brahms
Tragische Ouvertüre d-Moll op. 81

Jean Sibelius
„Karelia-Suite“ op. 11

Aaron Copland
„Quiet City“


„Makellose Technik und ein künstlerisches Niveau, das nur die Besten erreichen“, so die BBC über die junge, mehrfach preisgekrönte englische Trompeterin Matilda Lloyd. Sie spielt mit Hummels Trompetenkonzert einen wahren Klassik-Hit. Von Hummel wurde es eigens als Glanzstück komponiert, denn 1804 bewarb er sich damit erfolgreich auf den Posten des scheidenden Kapellmeisters der Eszterhazyschen Hofkapelle, Joseph Haydn. So brilliant-virtuos dieses Konzert, so dramatisch und atemlos eröffnet Mozart seine Oper „Don Giovanni“ und fängt ihre abgründige Atmosphäre wie in einem Brennglas ein. Eindrücke von seiner Schottland-Reise im Jahr 1829 – die bizarren Felslandschaften, das gewaltige Grollen des Meeres – verarbeitete Mendelssohn später in seiner Ouvertüre „Die Hebriden“. Der festlich-dunkle Klangcharakter, die ungewöhnliche Besetzung mit Posaunen und Tuba, veranlasste Brahms, seine 1880 entstandene Ouvertüre als „tragisch“ zu bezeichnen. Eine tragende, mahnend-psychologische Rolle hat die Trompete im Schauspiel „Quiet City“ von Irwin Shaw. Klar, dass sie auch die Bühnenmusik von Aaron Copland beherrscht, aus der er später ein eigenständiges Stück destilliert hat. Dieser Ritt durch die Epochen, aus dem auch noch Sibelius‘ „Karelia-Suite“ op.11 hervorblitzt, wird dirigiert von Ben Glassberg, Gewinner des renommierten Besançon Dirigenten-Wettbewerbs 2017.


Tickets | Tourist-Information Kaiserslautern | Tel. 0631/ 365 23 17

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